Vielfäftige Arbeit ... vielfältige Förderungen

Geld ist nicht alles, aber wichtig!

Die vielfältige Arbeit der Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen kann auf allen Ebenen in zentralen Bereichen nur geleistet werden, wenn eine stabile Finanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt ist. Damit soll unter anderem ermöglicht werden, dass eine grundlegende Infrastruktur in den Bereichen Aidsprävention, Beratung, Betreuung und Selbsthilfe für die Bevölkerung landesweit zugänglich ist.

Neben der Landesförderung der Geschäftsstelle der Aidshilfe NRW und der unten erläuterten Projektförderung im Bereich der Zielgruppenspezifischen Prävention (ZSP) durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit, und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gibt es noch einige weitere Förderungen.

Beispielhaft sei hier die Förderung nach § 20c SGB V genannt. Die Krankenkassen unterstützen und fördern seit vielen Jahren die Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch immaterielle und finanzielle Hilfen. Seit dem Jahr 2008 sind die Krankenkassen verpflichtet, die gesundheitsbezogene Selbsthilfe mit einem gesetzlich festgelegten Betrag zu fördern.

Im Jahr 2018 sollten nach § 20h SGB V 1,08 Euro pro Versicherten für die Selbsthilfeförderung zur Verfügung gestellt werden. Auch die Art der Förderung wurde gesetzlich festgelegt: 50 % sind für die kassenartenübergreifende Gemeinschafts-förderung und 50 % für die krankenkassenindividuelle Förderung vorzusehen.Für die Aidshilfe NRW wurden im Jahr 2018 insgesamt 51.000 Euro für Kosten der Landesgeschäftsstelle aus der kassenartenübergreifenden Gemeinschaftsförderung zur Verfügung gestellt. Die Durchführung von neun landesweiten Positiventreffen, darunter auch ein Treffen mit positiven Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen, wurden mit insgesamt 50.000 Euro aus der krankenkassenindividuellen Förderung finanziert.

  • Im Geschäftsjahr 2017 waren die ZSP-Verfahren der Jahre 2016 bis 2018 relevant. Die Projekte aus dem Jahr 2016 wurden abgerechnet und die Verwendungsnachweise zusammengestellt. Insgesamt wurden 43 regionale Projekte aus den Förderbereichen durchgeführt und 19 landesweite Projekte bearbeitet und für die Prüfung vorbereitet.

    Im Jahr 2017 war die Umsetzung der zentralen Projekte von der Aidshilfe NRW und der regionalen Projekte vor Ort zu begleiten. Die Projektverwaltung stand für Anfragen hinsichtlich der Umsetzung oder bei Veränderungen der laufenden Projekte zur Verfügung. Zudem wurden im Laufe des Jahres die bewilligten Beträge für die regionalen Projekte abgerufen und von der Aidshilfe NRW an die lokalen Antragsteller ausgezahlt. Insgesamt wurden 62 Projekte im Jahr 2017 realisiert:
    Frauen: XXelle und weitere [12]
    Schwule: Herzenslust und weitere [34]
    HIV-spezifische: Menschen mit HIV und weitere [12]
    Landesweite Qualitätssicherung [3]
    ZSP Verwaltung und Projektstellengemeinkosten [1]

    Zusätzlich wurde die Umsetzung der Förderung von zwei Projekten in den Bereichen "Beratung und Test" und "Schwule Gesundheit" aus dem Jahre 2015 über den Zeitraum von drei Jahren weiter betreut.

    Bei der Onlineantragstellung für 2018 wurden nach dem in 2015 eingeführten Schema insgesamt 67 Anträge gestellt:
    Frauen: XXelle und weitere [13]
    Schwule: Herzenslust und weitere [33]
    HIV-spezifische: Menschen mit HIV und weitere [16]
    Landesweite Qualitätssicherung [4]
    ZSP Verwaltung und Projektstellengemeinkosten [1]

    Diese wurden dem ZSP-Beirat zur Beurteilung vorgelegt. Gemeinsam mit dem Landesvorstand konnten dessen Mitglieder den Antragstellern auf der Onlineplattform zu den Projektanträgen Fragen stellen. Anfang Oktober fand die Beiratssitzung statt, in der über die Anträge sachlich diskutiert und eine Empfehlung an den Vorstand formuliert wurde.

    In der Oktobersitzung hat der Landesvorstand die Projektanträge besprochen und eine Vorschlagsliste für den Rahmenantrag, der mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen abgesprochen werden muss, beschlossen.

    An dieser Vorstandssitzung nahmen Pierre Mayamba [AIDS-Hilfe Essen] und Sebastian Welke [Aids-Hilfe Düsseldorf] als Vertreter des Beirats teil. Im Beirat waren weiterhin Bernd Facklam [Kompetenznetz Schleswig-Holstein, externer Beirat], Monika Brosda [für den ÖGD vom Verband der AIDS-Koordinator*innen NRW], Felix Laue [Aidshilfe Köln] und Willehad Rensmann [aidshilfe dortmund]. Allen Beirät*innen gebührt ein besonderer Dank für die konzentrierte und wertvolle Mitarbeit bei der Beurteilung der beantragten Projekte sowie die Anregungen zur Weiterentwicklung des Verfahrens.

    Anfang Dezember wurden sämtliche Projekte in einer Sitzung im Ministerium für Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vorgestellt und dort eine abschließende Liste für den Rahmenantrag vereinbart. Es wurde vereinbart, dass von den 67 beantragten Projekten 58 in den Rahmenantrag 2018 aufgenommen werden können.

  • Die Arbeit der Aidshilfe NRW wurde 2018 zum größten Teil aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Bereich Maßnahmen für das Gesundheitswesen unter dem Titel „Bekämpfung erworbener Immunschwäche (Aids)“ mit insgesamt 1.369.000 Euro gefördert.

    Weiterhin sind anteilige Kosten der Landes-geschäftsstelle sowie die landesweiten Positiventreffen mit insgesamt 101.000 Euro durch die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung und krankenkas-senindividuelle Förderung nach § 20c SGB V sowie weitere landesweite Projekte in Höhe von 42.000 Euro finanziert worden.Durch die Förderung in Höhe von 65.000 Euro durch den M·A·C AIDS FUND wurden Maßnahmen zum Projekttitel „Reaching the hard-to-reach: Implementing and strengthening access for vulnerable subpopulations“ in den Bereichen Testung, Frauen, Migration und Drogengebrauchende finanziert.

    Zur Deckung des notwendigen Eigenanteils und der Vereinskosten wurden Spenden und Mittel durch Fördermitgliedschaften in Höhe von insgesamt 9.502,02 Euro ein-genommen. Besonderer Dank gilt natürlich den regelmäßigen Spender*innen und Fördermitgliedern, die mit Summen zwischen 3 Euro und 600 Euro pro Person und Spen-den aus Aktionen mit insgesamt 5.791,18 Euro zur Finanzierung unserer Arbeit bei-getragen haben.Einen weiteren Anteil hatte die Firma Blumenwerkstatt im Thal mit insgesamt 610,84 Euro. Zweckgebunden sind für die Finanzierung der Teilnahme am ColognePride 2018 insgesamt 3.100 Euro von Privatpersonen eingegangen.

    56Der HERZENSLUST-Auftritt zum Cologne-Pride wurde von der Deutschen Aidshilfe mit 5.950 Euro unterstützt. Durch die Kooperation mit der cpr GmbH, Sarstedt, sowie der ecoaction GmbH, Hürth, wurden beim Verkauf von Kondomen 8.688,12 Euro erzielt.Die Listung in der Datenbank der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf hat für das Jahr 2018 Bußgelder in Höhe von 2.000,00 Euro eingebracht und somit zu den notwendigen Eigenmitteln zur Finanzierung der Arbeit beigetragen.

    Die Arbeit der Geschäftsstelle der Arbeits-gemeinschaft AIDS-Prävention NRW wurde aus Mitteln des Landes Nordrhein-West-falen aus dem Bereich Maßnahmen für das Gesundheitswesen unter dem Titel „Bekämpfung erworbener Immunschwäche (Aids)“ mit insgesamt 91.000 Euro geför-dert. Ein weiteres Projekt, das durch die Aidshilfe NRW unterstützt wurde, ist „JES NRW 2.0“ mit Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 91.200 Euro.Das Steigenberger Hotel Köln unterstützte die Aidshilfe NRW durch die regelmäßige Bereitstellung von Hotelzimmern zu Sonderpreisen.

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